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Habsburger

Im 19. Jahrhundert wird die Habsburgermonarchie zur eigentlichen „Donaumonarchie“. Und in der Tat umfasste sie den Großteil des hydrographischen Donau-Einzugsgebietes. Das Habsburgerreich bildete unter dem offiziellen Namen „Österreichisch-Ungarische Monarchie“ die k.u.k. (kaiserlich-österreichische und königlich-ungarische) „Doppelmonarchie“. Der die habsburgischen Länder verbindende Fluss erfuhr nun auch in Wort, Schrift, Bild und nicht zuletzt in der Musik einen hohen, ja geradezu ideellen Stellenwert im habsburgischen Selbstverständnis. Verkörpert wurde die k.u.k. Donaumonarchie durch Kaiser Franz Joseph, der das Reich von 1848 bis 1916 regierte.

Wien veränderte sein Stadtbild gemäß der neuen Zeit: Die inneren Bastionen wurden ab 1857 geschleift - Johann Strauß-Vater komponierte dazu fristgerecht die „Demolierpolka“ - und wichen der breiten Ringstraße mit ihrer mondänen Prachtarchitektur aus Hofoper, Heldenplatz, Neuer Hofburg, Burgtheater, Parlament, Rathaus, Palais und Ministerien. Die äußere Defensionslinie wurde zur Radialstraße des „Gürtel“ verwandelt. In der Weltausstellung von 1873 präsentierte sich die Donaumetropole als Zentrum der modernen Wissenschaft, Technik und Industrie. Durch großzügige Eingemeindungen der Vorstädte, zuletzt noch Floridsdorf an der Donau, war 1905 die Zwei-Millionen-Grenze bereits überschritten.

Wenn von der Wiener Donau die Rede ist, darf natürlich der Donauwalzer, Österreichs heimliche Nationalhymne, nicht fehlen. Johann Strauß-Sohn komponierte ihn 1867, allerdings mit dem Refrain „Wiener seids froh! Oho, wieso?“ Dies war als Parodie gedacht. Die Umtextung in „Donau, so blau …“, die dann zum Titel „An der schönen blauen Donau“ führte, erfolgte 1890. Weltberühmtheit erlangte aber erst die instrumentale Fassung.

1867 erreichte der ungarische Reichsteil seine Autonomie. Im selben Jahr wurde die monumentale Basilika in Esztergom eingeweiht, der Sitz des Primas, des Erzbischofs. Bis heute ist sie eine der größten Kirchenbauten der Welt geblieben. Buda und Pest vereinigten sich 1872 zur Hauptstadt Budapest. Der Heldenplatz, das Parlamentsgebäude am Donauufer und die verspielte Fischerbastei zeugen von der kurzen Belle Epoque der ungarischen Monarchie. Kaiserin Sisi fühlte sich in besonderer Weise den Ungarn zugetan, schließlich trug sie auch die ungarische Krone. Häufig weilte sie im Schlösschen Gödöllő am Donauknie, heute ein Muss für moderne Sisi-Afficionados. Natürlich war die rastlose Kaiserin Elisabeth von Österreich häufig auf der Donau und der Straße der Kaiser und Könige unterwegs. Schon die Brautfahrt der bayerischen Prinzessin im April 1854 von Passau nach Wien war ein gesellschaftliches Großereignis. „Sisi“ durften sie übrigens nur Familienmitglieder nennen! Das „Sisi-Museum“ in der Wiener Hofburg informiert über ihr bewegtes Leben. Im Juli 1914 brachte das Attentat von Sarajewo 1914 die Welt der Monarchien zum Einsturz. An den ermordeten Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie erinnert das Habsburger-Museum in Artstetten bei Maria-Taferl.

Während des Ersten Weltkrieges starb der 86-jährige Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916 nach 70-jähriger Regierungszeit. Mit dem alten Kaiser trat für große Teile der k. u. k. Bürgerschaft eine übernationale Institution und ein einigendes Herrschaftssymbol von der politischen Bühne ab. Weite Kreise der Bevölkerung, gleich welcher Nation, hatten sich mit ihm identifizieren können. Sein Ableben wurde gleichsam als das natürliche Ende der Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie empfunden. Und mit dem Ausgang des Ersten Weltkrieges 1918 kam auch die bayerische Monarchie der Wittelsbacher, die seit jeher eng mit der Donau verbunden gewesen war, zu ihrem Ende. Das Zeitalter der Kaiser und Könige war vorbei!

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