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Reformation und Neuzeit

Im 16. Jahrhundert führten Reformation, Renaissance und Humanismus zu einem neuen Weltbild. Martin Luthers Thesen fielen auch entlang der Donau auf fruchtbaren Boden. Konfessionelle Eigenständigkeit zeigte die reichsstädtische Bürgerschaft Regensburgs, als sie sich 1542 der Reformation anschloss. Infolge der weiter bestehenden bischöflichen und klösterlichen Präsenz blieb die Einwohnerschaft jedoch konfessionell getrennt. Während der Religionswirren des 17. Jahrhunderts war die neutrale Reichsstadt das Ziel vieler protestantischer Glaubensflüchtlinge. Der wohl bekannteste war der Astronom Johannes Kepler, der seit 1612 in Linz im Dienst der österreichischen Stände ob der Enns stand. Immer wenn seine Lage in Linz bedrohlich wurde, begab er sich donauaufwärts nach Regensburg, wo er 1630 auch starb. In Bayern und in Österreich konnte sich das Luthertum gegen die katholische Gegenreformation nicht durchsetzen. Dagegen schlossen sich viele Ungarn unter dem Schutz des Sultans dem Calvinismus an.

Auf Grund seiner Handelsmessen entwickelte sich Linz zum wichtigsten „Warenlager an der Donau“. Unter Kaiser Rudolph II. (1576–1612) wurde das Linzer Schloss in den noch bestehenden großzügigen Renaissance-Formen ausgebaut. Die weiten Säle bergen heute die umfangreichen Sammlungen des oberösterreichischen Landesmuseums.

Die „Donauschule“
Beispielhaft für die neue künstlerische Blüte in der Zeitenwende des 16. Jahrhunderts sind der Maler Albrecht Altdorfer und die von ihm in Regensburg begründete „Donauschule“. Seine „Donaulandschaft“ (München, Alte Pinakothek) war das erste europäische Gemälde, das eine reine Landschaft ohne menschliche Figuren darstellte. Manche Betrachter erkennen in der dargestellten Burg das zwischen Regensburg und Straubing gelegene Schloss Wörth über der Donau. Mit Altdorfer und der von ihm gegründeten „Donauschule“ endete die altdeutsche Malerei. Ein ganz neues Naturverständnis kam nun auf, Wolken, Berge, Flüsse, Bäume und Pflanzen verwoben sich zu einer Art von phantastischem Realismus. Ein weiterer Mitbegründer des „Donaustils“ war Rueland Frueauf der Jüngere, der von 1496 bis 1545 in Passau bezeugt ist. Zur Donauschule wird auch Wolf Huber gezählt, der von 1510 bis 1553 in Passau als Hofmaler tätig war. Zahlreiche Skizzen, Zeichnungen und Gemälde aus den Werkstätten der Donauschule vermitteln uns ein realistisches Bild der Donaustädte in der frühen Neuzeit.

Regensburgs „Immerwährender Reichstag“
Nachdem Kaiser Karl V., „in dessen Reich die Sonne nicht unterging“, in Regensburg dreimal den Reichstag einberufen hatte, wurden diese Versammlungen nur noch nach Regensburg ausgeschrieben. Konfessionell gemischt, bot die Freie Reichsstadt im Kleinen ein Abbild der Zustände im Reich. Ein weiterer Glanz fiel auf die Stadt, nachdem sie ab 1663 zum Sitz des „Immerwährenden Reichstags“ auserkoren wurde. Im Alten Rathaus trafen sich bis 1806 kaiserliche und kurfürstliche Gesandte, Reichsgrafen, Reichsritter, Prälaten und Abgeordnete der übrigen Reichsstände zum „Parlament“ d.h. zur „Aussprache“. Diplomaten aller Mächte wurden mit großen Zeremonien empfangen. Seit 1748 stellte das fürstliche Haus Thurn und Taxis, das durch seinen Postdienst über reiche Einkünfte verfügte, das ehrenvolle Amt des „Prinzipalkommissars“, wie der Vertreter des Kaisers auf dem Reichstag benannt wurde. Die heute noch bestehende „Gesandtenstraße“ durchmisst den Kern der alten Stadt. Passau erlebte als Stadt des „Weißen Goldes“ noch einträgliche Jahrhunderte. Tonnen von Salz wurden über den Inn nach Passau verfrachtet und weiter in Böhmische und Österreichische transportiert. Doch zu Beginn des 17. Jahrhundert legte der bayerische Kurfürst die Hand auf den lukrativen Salzhandel und schnitt Passau von den Handelsverbindungen ab. Während die Wirtschaft stagnierte, erlebten der fürstbischöfliche Hof und die Stadt noch eine späte Blüte des Barock. Zwei vernichtende Stadtbrände, 1662 und 1680, legten die alte gotische Stadt in Schutt und Asche. Auf ihren Ruinen erhob sich die neue Stadt in triumphalem italienischem Barockstil, so wie sie sich noch heute dem Besucher darstellt.

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