Donauland Region Ungarn & Slowakei

Komárom (Ungarn) / Komárno (Slowakei)

Komárom und Komárno verfügen über eine gemeinsame Geschichte an den beiden Ufern der Donau. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde gemäß dem Friedensvertrag von Trianon die vorher als Verwaltungseinheit fungierende Stadt in zwei Teile geteilt. Ihr südlicher Teil gehört heute zu Ungarn, und ihr nördlicher Teil zur Slowakei. Das Stadtgebiet ist seit der Steinzeit bewohnt. Auch Kelten und Römer haben hier gelebt, die entlang der Flusslinie Festungen und Militärlager errichteten. Die an der rechten Donauufer erbaute Brigetio war das Legionslager des damaligen Limes. Die nebenan liegende Bürgerstadt war eine blühende Siedlung in der Provinz Pannonien. Der Ungarische König Béla IV. erhob Komárom in den Rang einer Stadt, und gab seinen Einwohnern die gleichen Rechte wie den Bürgern von Buda. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg von Komárom zweimal von den Türken belagert, konnte aber nicht besetzt werden. Die enorme Entwicklung der Stadt begann im frühen 18. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde sie ein bedeutendes Handels- und Schifffahrtszentrum. Sie spielte eine wichtige Rolle in den Napoleonischen Kriegen und wurde zu einem symbolischen Ort der Revolution und des Unabhängigkeitskrieges von 1848/49. Viele berühmte Persönlichkeiten sind hier geboren, unter anderen der Ungarische König László V. und der Komponist Franz Lehár, der Operettenkönig von Komárno. Hier betrat Kaiserin und Königin Elisabeth Amalie Eugenie Wittelsbach, oder wie die Welt weiß, Sisi, eine der beliebtesten Frauenfiguren des Habsburgischen Herrscherhauses im Jahr 1857 zum ersten Mal ungarisches Land. Ihr Name und Erinnerungen an sie sind noch an mehreren Orten in Komárom zu finden, beispielsweise an der Elisabethbrücke, die die beiden Länder verbindet.

In der Reihe der Sehenswürdigkeiten steht das Festungssystem von Komárno mit seinen Elementen in beiden Ländern an erster Stelle. Weitere Sehenswürdigkeiten von Komárno sind das Donaumuseum, der Europäische Innenhof, das Jókai-Theater und der Klapka-Platz, während in Komárom das Klapka-György-Museum, das Brigetio-Thermalbad, der WF Freizeitpark und das Ungarische Reittheater die Besucher erwarten.

 

Tourismusbüros

H-2900 Komárom, Igmándi út 2.
Tel: +36 34 540 590, +36 34 540 591
komarom@tourinform.hu
http://iranykomarom.hu

Námestie gen. Klapku 1., SK-945 01 Komárno
Tel: +421 948 830 202
info@podunajsko.com
www.visitdanube.eu

Esztergom (Ungarn)

Die Geburt des ungarischen Staates geht auf die Krönung des ersten Königs, des Heiligen Stephan, zurück. Seit diesem Ereignis in Esztergom im Jahr 1000 bis zur Invasion der Tataren im Jahr 1241 war die Hauptstadt von Ungarn und der königliche Sitz des Landes hier.

Die Herrscher der Kreuzzüge rasteten mit ihren Truppen regelmäßig in der, auf einem Hügel über der Siedlung am Ufer der Donau stehenden Burg: 1147 Konrad III. deutscher Kaiser und Ludwig VII. der König von Frankreich sowie 1189 der deutsche Kaiser Friedrich I. (Barbarossa).

Die meisten  Überreste, die in mittelalterlichen Gebäuden entdeckt wurden, sind im Schlossmuseum des Ungarischen Nationalmuseums in Esztergom ausgestellt.

Der österreichische Kaiser und ungarische König Franz Joseph besuchte die Stadt ebenfalls, als die Basilika am 31. August 1856 eingeweiht wurde.

Während Ihres Besuchs in Esztergom dürfen Sie die Schatzkammer der Kathedrale und das Christliche Museum, die drittwichtigste Galerie in Ungarn, nicht verpassen.

Tourismusbüro

H-2500 Esztergom, Széchenyi tér 5.
Tel: +36 33 769 034
info@iranyesztergom.hu
www.iranyesztergom.hu

Tata (Ungarn)

Der Name der Stadt wurde zum ersten Mal im Jahr 1388 erwähnt. Die Burg am Ufer des Alten Sees wurde seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kontinuierlich erbaut und umgebaut, und erlebte ihre Blütezeit während der Herrschaft von Sigismund von Luxemburg und Matthias Hunyadi als königliches Ferienschloss. Es ist die einzige Festung in Ungarn, die von einem Wassergraben umgeben ist. Während der Kriege gegen die Türken war Tata auch ein wichtiges Glied im Verteidigungssystem. Nach der Vertreibung der Türken ging das Gebiet in den Besitz der Familie Esterházy über, die ihr Hauptquartier in Tata errichtete. Dank der Arbeit des Architekten Jakab Fellner erhielt die Stadt zu dieser Zeit ihren Barockstil. Ihre Pracht wurde durch Gebäude wie das Schloss Esterházy, das kleine Schloss im Englischen Park, das Piaristenkloster, die Pfarrkirche des Heiligen Kreuzes und den Glockenturm bewahrt. Es lohnt sich auf jeden Fall, den erneuerten Kossuth-Platz, den Fényes Lehrpfad, den Kalvarienhügel und das geologische Freilichtmuseum, sowie das Arboretum und das Ökodorf in Agostyán zu besuchen.

Tourismusbüro

H-2890 Tata, Ady Endre utca 9.
Tel: +36 34 586 045
tata@tourinform.hu
www.visittata.com

Dorog (Ungarn)

Das Industriezentrum mit mehr als 200 Jahren Bergbaugeschichte ist eine der bevölkerungsreichsten Siedlungen im Ballungsraum von Budapest. Der Name Dorog, zu deutsch Drostdorf ist erstmals in einem Dokument von 1181 zu lesen. Nach der türkischen Invasion war der Ort vollständig ausgestorben, bis im 18. Jahrhundert schwäbische Familien angesiedelt wurden. Durch den Bergbau zwischen 1781 und 2003 wurde es zum Industriezentrum der Region. Die Stadt ist in zwei verschiedene Stadtteile unterteilt: Der nördliche Teil ist die Wohnsiedlung (früher eine Bergbaukolonie, das Arbeitsgebiet) und der südliche Teil ist das zivile Wohngebiet (das ehemalige Dorf, ehemalige Bergbautechnik). Die Bergbaugeschichte des Dorog-Beckens wird vom Reimann Miniversum für Bergbau-Geschichte und dem Bergmann Gedenkhaus in Erinnerung gerufen.

Im Zentrum der Stadt befindet sich ein entwickeltes Sportviertel (Nipl Stefánia-Schwimmbad, Buzánszky Jenő-Stadion, Kegelbahn, kunststoffbeschichtete Skipiste, Sporthalle). Weitere Aktivitäten bieten die Stadtbibliothek Zoltán Gáthy und das Museum für Ortsgeschichte, das Deutsche Nationalitätengedenkhaus, der Kalvarienhügel und der Palatinussee, der an das Verwaltungsgebiet von Esztergom angrenzt.

Tourismusbüro

H-2510 Dorog, Bécsi út 42.
Tel: +36 30 694 3034
dorog.tdm@gmail.com
http://talalkozzunknalunk.hu

Tatabánya (Ungarn)

Die heutige große Industriestadt wurde 1947 aus der Vereinigung von vier kleinen Siedlungen geboren. Diese Dörfer sind seit prähistorischen Zeiten bewohnt. Im Laufe der Geschichte wurden sie von vielen Naturkatastrophen heimgesucht und im 16. Jahrhundert unter türkische Kontrolle gebracht. Das verlassene Gebiet wurde von der Familie Esterházy erworben und Deutsche sowie Slowaken wurden auf ihrem Landgut angesiedelt.

1867 wurde in der Gegend von Alsogalla Kohle gefunden und bald darauf ein Bergbaustandort eingerichtet. Aufgrund der Beschäftigungsmöglichkeiten, die der Bergbau bis 1987 bot, wollten sich immer mehr Familien in der Gegend niederlassen, sodass neue Stadtteile entstanden. Die mehr als 100-jährige Bergbautradition wird vom Tatabánya-Museum und seinen Freilichtausstellungsräumen, den Bergbau- und Industriemotiven sowie dem ehemaligen Casino der Bergbaubeamten (Tulpenhaus) bewahrt. Sein berühmtester Anblick ist die Statue auf dem Hügel über der Stadt, die den legendären Vogel Turul, ein Fabelwesen aus der ungarischen Sagenwelt, darstellt. Es lohnt sich, den Besuch des Parkwaldes beim Tor des Gerecse Besucherzentrums zu beginnen.

 

Tourismusbüro

H-2800 Tatabánya, Szent Borbála tér 1.
Tel: +36 34 688 188
E-Mail: info@tatabanyapont.hu
www.tatabanyapont.hu