Walhalla: The German Hall of Fame

Walhalla: The German Hall of Fame

Bayerisch-hellenische Schwärmereien

Kirchen, Burgen und Klöster: Viele der geschichtsträchtigen Bauwerke an der Straße der Kaiser und Könige sind wahre Unikate. Vor 155 Jahren als „Ruhmeshalle der Deutschen“ eingeweiht, nimmt die Walhalla bei Donaustauf unter ihnen jedoch eine Sonderstellung ein – und erinnert nebenbei an die Zeit, als Bayern den griechischen König stellte.

Auf dem Bräuberg bei Donaustauf unweit von Regenburg musste wohl schon so mancher Reisender mit der Hand Halt an der wuchtigen Fassade suchen, um sicherzugehen, dass der über so gar nicht mediterranen Donaulandschaft thronende Tempel keine aus Athen nach Bayern reichende Luftspiegelung ist. Doch da so viel tonnenschwerer Kalkstein nicht trügt, ist die Walhalla tatsächlich gebaute Wirklichkeit. Auch wenn sie – je nach Perspektive – grotesk oder fantastisch anmutet.
Allerdings ist der neoantike Prunkbau klassisch griechischer Bau- und Denkungsart womöglich weniger aus der Zeit gefallen, als auf den ersten Blick scheinen mag.

Walhalla Sonnenaufgang (c) Andreas Beiderbeck Photography
Aus Liebe zu den Helden
Ein Herz für die Antike
Therapie für den Nationalstolz
Gut Ding braucht Weile
Otto, König von Griechenland
Bavarokratie mit Reinheitsgebot
Ein kolossales Erbe
Wer darf noch rein?